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Aufnahmen aus 2008 / 2009

Im Mai 2008 fuhren wir nach Hamburg, mit dem Ziel uns den im “Hansahafen” liegenden “Stückgutfrachter MS Bleichen” anzusehen. Unser Freund Werner, ehemaliger Seefahrer, hatte uns recht gut auf diesen Besuch vorbereitet. Werner, schon lange nicht mehr bei der Seefahrt, ist im tiefsten Inneren noch heute Seemann und wird es wohl auch immer bleiben. Unser “Tümmler”, so sein Name nach der Äquatortaufe, wird wohl auch auf der MS Bleichen mit Hand anlegen. Wenn ich auch kein Seemann bin, hat mich mein Freund Werner regelrecht angesteckt und daher auch diese Seite auf unserer Homepage.

Bevor ich mich näher mit der MS BLEICHEN befasse, noch dieser Hinweis: Fotos mit der Beschriftung “Urheberrechtlich geschütztes Foto” dürfen nicht weiter verwendet werden. Für die Benutzung dieser Fotos auf meiner Homepage bedanke ich mich bei Herrn Peter Hartung von der H.M.G. Durch Anklicken der blauen Fahne gelangt man direkt zur Seite “Unter-blauer-Flagge”

H.M.G
Stapellauf 1958 Foto 1

Das Schiff wurde auf der Werft “Nobiskrug” in Rends-burg gebaut. Am 28.81958 erfolgte die Probefahrt.

 

Der Taufspruch des Schiffes lautete:

Wo die Werft Dich gut gebaut, wo der Reeder Dir vertraut, und sich viele Hände regen, wünsch ich Dir zum Geleit,  MS Bleichen Glück u. Segen und Bewährung alle Zeit.

Stapellauf 1958 Foto 2

Noch ist der Name nicht enthüllt.

1965 Auf der Brücke

1965 Auf der Brücke.

Der Name des Schiffes “Bleichen” ist weithin sichtbar.

Die Deckgestaltung der BLEICHEN war schon in den 1950 er Jahren aus der Mode. Aber gerade diese Bauart, Mittelbrücke und Heckaufbauten garan- tierten eine hohe Bequemlichkeit auf der Mittelbrücke, da bis hierher weder Geräusche noch Vibrationen von der Maschine störten.

Das für die Reederei H.M. Gercken gebaute Schiff, mit dem Namen Bleichen, wurde zunächst auf der Ost- see im Skandinavienhandel eingesetz.

1965 Salon

1965 der Salon.

Damit der Frachter auch im Winter auf der Ostsee fahren konnte wurde dementsprechend, hohe Eisklasse, gebaut. Aus Finnland wurde Papier, aber auch Holz auf dem Wasserweg nach Deutschland gebracht. Darüber fuhr die BLEICHEN, gerade im Winter, auch nach Westafrika und zwar nach Ghana, Kamerun und Senegal um von hier hauptsächlich Kakao und Kaffee nach Deutschland zu bringen.

2007 Old Lady Instnbul-Hamburg

2007 Als OLD Lady auf der letzten Fahrt von Istanbul nach Hamburg.

1970 kaufte ein italienischer Ree- der das Schiff und taufte es auf den Namen CANALGRANDE.

Auch für diese Reederei war das Schiff hauptsächlich nach Westaf- rika unterwegs.

Wegen nichtbezahlter Rechnungen wurde die CANALGRANDE 1979 im Suezkanal  beschlagnahmt. Es wurde schliesslich an die Seebeck - Werft überführt, die das Schiff dann versteigerte.

Die türkische Reederei Cantas bekam den Zuschlag. Die Familie Cantas hielt das Schiff, untere wechselnden Namen und Flaggen in Betrieb. Von 1979 bis 1993 fuhr der Stückgutfrachter unter den Namen ARCIPEL.

2005 Laderaum

2005 Der Laderaum.

2005 Als Old Lady
Im Museumshafen

Das Schiff an seinem Liegeplatz im Hamburger Museumshafen.

2005 Die Old Lady

1993 schliesslich ging die ehemalige Bleichen an die “Old Lady Shipping Company”

Nun fuhr sie unter dem Namen OLD  LADY.

Bis zum Jahr 2007 war die Old  Lady noch auf den Meeren unter- wegs. Dann rettete sie die STIFTUNG HAMBURG  MARITIM vor dem Verschrotten. Die Stiftung kaufte das Schiff und liess es nach Hamburg überführen. Hier liegt es nun im Hamburger Museums-  hafen.

Es wurde dann auch wieder umgetauft und zwar auf seinen angestammten Namen BLEICHEN.

Unsere Eindrücke, in Bildern, über die

MS BLEICHEN

- Im Mai 2008 -

2008-02 Blick über die Ladeluken

Die “Freunde des Stückgutfrachters MS BLEICHEN” haben schon sehr viel an Arbeit geleistet, aber es wartet noch viel, viel Arbeit auf der ehrenamtlichen Helfer.

Nun aber zu den von uns gemachten Fotos.

2008-01 Die Bleichen im Museumshafen
2008-04 Blick zum Vorschiff

Rechts:Blick über die Ladeluken zum Vorschiff.

Oben: Die BLEICHEN im Museumshafen.

2008-03  Blick zum Vorschiff

 Links: Backdeck und Kabelgatt.

2008-07 Auf der Brücke
2008-06 Auf der Brücke

Auf der Brücke.

2008-08 Salon
2008-05 Rettungsboot

Das Rettungsboot noch mit der Aufschrift “Old Lady.

Der Salon

Aufnahmen aus dem Maschinenraum.

2008-13 Maschinenraum
2008-11 Maschinenraum
2008-12 Maschinenraum
2008-10 Schalttafel

Die Schalttafel.

Un ten: Der Mittelaufbau.

2008-09 Mittelaufbau
2008-14 Bleichen von Achtern

Schon bis zum heutigem Tag ist sehr viel auf der BLEICHEN geschehen. Ich werde auch in der nächsten Zeit versuchen den Fortgang der Arbeiten mittels Fotos im Auge behalten.

23. Mai 2008

Auch von diesem Besuch brachten wir wieder einige Fotos mit.

 

Oben und Unten:Die BLEICHEN von Achtern.

Bleichen von vorn
Achtern

Rechts: Sie, die BLEICHEN ist doch recht imposant

Festmacher-Leine
Das Rettungsboot Gangway

Die “Festmacherleine”

Das Rettungsboot von Land aus gesehen.

Rund um den Anker

Eine “Gangway” sowohl für die Wasser- als auch die Landseite.

Anker

Der Anker, er ist entrostet und neu gestrichen

Ankerspill

“Ankerspill” Vorrichtung zum herablassen und hochziehen des Ankers

Kettenkasten
Ankerspill-Feststeller

“Ankerspill” mit Feststeller.

Kettenkasten der Ankerkette

Kettenkasten-Ankerspill

Der am Schiff befindliche Name!

Hier wandert die Ankerkette vom Kettenkasten zum “Ankerspill”

Name Bleichen

Relikte aus der Zeit als das Schiff noch “OLD LADY” hiess.

Old Lady Rettungsinsel

Bei genauem Hinsehen erkennt man noch den Namen “OLD LADY”. An anderer Stelle ist auch noch der Name “CANALGRANDE” zu erkennen.

Rettungsring
Old Lady Boot

Die  “Rettungsinsel”

MV Old Lady

Noch findet man auf der “BLEICHEN” den alten Namen  “OLD LADY”. Hier auf dem Rettungsring und dem Rettungsboot.

Anzeige-Ruderanlage

Detailaufnahmen

Sprechrohre
Klarsichtscheibe
Handhaken

Anzeige der “Ruderlage”

Echolot

“Echolot” Messen von Meeres- tiefen mittels Schallwellen.

“Klarsichtscheibe” Statt Scheibenwischer, eine runde Scheibe mit Motorantrieb.

“Handhaken”  Zum Verstauen von Säcken und Kisten.

“Sprachrohre Werden diese Rohre nicht benutzt, stecken “Pfeifen” in der Öffnung.

Maschinentelegraf
Schräglagenanzeige

“Schräglagenanzeige” Backbord/ Steuerbord

Schiffsschraubenumdrehung

Anzeige für die Umdrehungen der Schiffsschraube

“Maschinentelegraf”  Mit diesem Gerät werden Befehle von der Brücke in den Maschinenraum übermittelt und auf gleichem Wege von der “Maschine” bestätigt.

Hebel für Signalhorn

Der rote Hebel ist zur Betätigung des Signalhorns ( “Typhon”)

Rattenbleche

“Rattenbleche” Schutzschild über die “Festmacherleine” um das Überlaufen von Ratten auf das Schiff zu verhindern

Phillips Philetta Frontansicht Werner mit Sonnenbrenner
Bei der Arbeit

“Phillips  Philetta”

Die Erfolgsstory dieses Radios begann 1940. Das auf der BLEICHEN stehende Gerät wurde 1956 gebaut. Dieses Radio war “Kult”

Werner, oder wie er als Seemann getauft wurde “Tümmler” mit dem “Sonnenbrenner”. Diese Lampe wurde überwiegend in den Luken gebraucht.

Viele, fleissige “Ehrenamtliche”  sind ständig im Arbeitseinsatz auf “Der BLEICHEN”

Fleissige Helfer
Phillips Philetta Rückansicht

Aufnahmen aus 2009

Auch im Jahr wurde fleissig weiter an der Restauration der MS Bleichen gearbeitet. Was die hier, freiwilligen, Fachkräfte aber auch Helfer leisten ist schon enorm. Wer sich, wenn auch nur als Hobby, für die Seefahrt interessiert sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Da die meisten Helfer früher zur See gefahren sind, kann man viele Anekdoten hören. Auch wenn manchen “Seemannsgarn” ist, so ist es doch unterhaltsam.

Es kann sein. dass sich einige Aufnahmen wiederholen, aber die, die hier folgen sind alle 2009 gemacht.

©2009.10.06 (1)

Gerade auf einem Schiff gibt es für eine “Landratte”, und die bin ich nun mal, in allen Ecken und Winkeln stets was Neues zu sehen.

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©2009.10.06 (4)

Das “Achterdeck”

©2009.10.06 (5)

Der “Ladebaum”

 

©2009.10.06 (6)

Blick zur Brücke. Um auch bei widrigen Wetter arbeiten zu können, ist sie mit Planen eingepackt.

Weitere Detailaufnahmen.

©2009.10.06 (7)
©2009.10.06 (9)

Rettungsringe

©2009.10.06 (11)

“Rattenbleche”

©2009.10.06 (12)

“Ankerball”

©2009.10.06 (10)

“Rauchhelm”.Mittels Schläuche und Blasebalg wurde ein Überdruck mit Frischluft erzeugt, um verqualmte Räume zu betreten.

©2009.10.06 (31)

Schauglas Brennstoffzufuhr.

©2009.10.06 (17)
©2009.10.06 (13)

Blick auf die “Back”

“Laderaumlüfter”

©2009.10.06 (14)

“Ladewinsch”

©2009.10.06 (15)

“Ankerspill”

©2009.10.06 (16)

“Kettenbremse” (Ankerkette)

©2009.10.06 (19)
©2009.10.06 (18)

Blick aufs Vorschiff.

©2009.10.06 (20)

“Luke 2”

©2009.10.06 (21)

“Der restaurierte Laderaum”

©2009.10.06 (22)

Der restaurierte Lade- raum steht für Feierlich- keiten zur Verfügung.

©2009.10.06 (26)
©2009.10.06 (30)
©2009.10.06 (27)

Detailaufnahmen aus dem Maschinenraum.

©2009.10.06 (29)

Ein besonderes Detail des Schiffes.

“Kupplung” Antrieb der Schraube

©2009.10.06 (32)

Poller

©2009.10.06 (33)

“Rettungsboot” und Eingang zu den Mannschaftsräumen.

Aufnahmen aus 2010

Mein Freund Werner Müller brachte von seinem letzten Aufenthalt auf der MS Bleichen, als Wachgänger,  die neuesten Fotos mit.

©2010.04(25)

Detailaufnahmen aus Frühjahr 2010.

©2010.04(01)

Decke im Kapitänssalon.

©2010.04(04)

Niedergang von der Brücke.

©2010.04(06)

Aufgereihte “Lüfterköpfe”

©2010.04(02)

“Bullage” Kapitänssalon.

©2010.04(07)

“Lüfterkopf”

©2010.04(10)

Eingang zum Kühlraum.

©2010.04(03)

Brücke im Chaos.

©2010.04(05)

Gestrichene “Lüfterköpfe”

©2010.04(15)

“Ankerbremse”

©2010.04(12)
©2010.04(11)

Innenleben des Schornsteins.

Im Schornstein.

“Notausgang” aus dem Laderaum.

©2010.04(09)
©2010.04(13)

Aufstieg zum Schornstein.

©2010.04(14)

Schornstein.

©2010.04(16)

Ankerkette.

©2010.04(19)
©2010.04(18)

“Davit” für kleine Lasten.

©2010.04(20)

“Achterkante” Brücke.

Gangway zum Schwimmkran.

©2010.04(21)

“Schwimmkran” mit “Fairplay-Schlepper”.

©2010.04(22)

“MS Bleichen” - “Schwimmkran” - “Fairplay-Schlepper”

Die MS Bleichen im Ende April 2011.

Mein letzter Besuch auf der MS Blichen war fast genau vor einem Jahr. Also war es an der Zeit dem Schiff wieder einmal einen Besuch abzustatten. Sicherlich sind auch hier wieder Fotos zu sehen, die sich mit Aufnahmen der letzten Jahre gleichen, aber diese sind alle 2011 gemacht.

Wie nicht anders erwartet, wurde wieder überall gewerkelt. Sicherlich läuft alles genau nach einem Plan, aber für einen Besucher scheint es ein wirres Durcheinander zu sein. Überrascht war ich schon, dass es einige Räume gab die Anfang 2010 neu gestrichen wurden ,wovon heute schon nichts mehr zu erkennen ist.

©2011-01
©2011-02

Ja, und so sieht die immer noch “stolze” Bleichen heute aus.

Gut zu erkennen die frisch gestrichenen Ladebäume.

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©2011-03

Fast überall herrscht hier ein “geordnetes Chaos”.

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Zur zeit gibt es nur wenige Stellen die aufgeräumt sind.

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©2011-12 Detail ©2011-13
©2011-11 Detail

Oben gerade diese Detailaufnahmen sprechen immer wieder für sich.

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Die Decken sind fast überall runtergerissen und es herrscht ein wildes Gewirr von Kabeln.

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Natürlich findet man auch noch viele Stellen und Ecken die noch entrostet werden müssen und förmlich nach Farbe schreien.

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Aber so von aussen gesehen sieht die BLEICHEN doch schon wieder recht ordentlich aus.

Und dann noch ein Kompliment an alle die mit der Restaurierung zu tun haben. Es ist sicher nicht selbstverständlich, dass man auch während der Restaurierung das Schiff besichtigen kann.

©2011-21

Weitere sehr schöne Fotos gibt es auf der Seite von Eckhard Mass. Auf die Seite gelangt man,wenn man Eckhard (rechtes Foto) anklickt.

Eckhard Maaß

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