Banner-Weg der Steine
©Hundertwasserbahnhof

Die Entwurf und Gestaltung der Steine stammen von Frau Dagmar Glemme.

Dagmar Glemme

Am 31. Oktober 2009 sind wir nach Uelzen gefahren mit Ziel, den “Weg der Steine” zu gehen. Angekommen sind wir auf dem Bahnhof in Uelzen, dem “Hundertwasserbahnhof”.

Der Bahnhof mit seinen vielen bunten Säulen war die Richtige Einstimmung für den Weg der Steine.

Auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt kommt man an den Steinen vorbei.

Diese bunt gestalteten Steine strahlen viel Positives aus und wirken anregend und beruhigend zugleich.

©Säule 1
©Säule 3
©Säule 2

“Die Rose des nordischen Kunstlebens”

So beschreibt der schwedische  Kunsthistoriker Stig-Alke- Stahlnacke Frau Glemme.

Geboren im heutigen Polen, aufgewachsen in Deutschland, lebt die Künstlerin ab 1973 in Schweden. Bevor Dagmar Glemme Kunst und Architektur studierte hatte sie eine abgeschlossene Ausbildung als Gymnastik- und Tanzlehrerin. Sie hat in ihren Werken ihre eigene mythologische Welt geschaffen.

Die Steine mit der Deutung aus der “Sagengeschichte” der Menscheit (Mythologie)

Stein 1  “ Stein der Flora”

©Stein 1- 0

Mutter Erde vermählte ihre Tochter Flora mit Jupiter und auf Grund eines Blumen- geschenkes, einer Wunderblume wurde sie von Juno schwanger und gebar den Mars.

©Stein 1 - 1

Flora steht heute  für die Gewächse aus aller Welt. Auch der Fisch mit seiner Verbindung zum Wasser ist genauso Teil des Ganzen, wie der Stolze Pfau. Dieser verkörpert die Schönheit.

Hier in der Steinskulptur erscheint unter der Flora auch Fauna. Fauna ist der Gott der Tier- welt.

©Stein 1 - 2
©Stein 1 - 3

Stein 2  “ Stein der Träume”

©Stein 2 - 0

Der Stein der Träume.

Der Hirsch mit seiner Geweih, der Krone, die sich ja selbst erneuert wurde schon früh als das Symbol der Wiedergeburt und der ewigen Jugend verehrt. Die Verzweigung der Hirschkrone wird auch mit Sonnenstrahlen verglichen. In China symbolisiert das stattliche Tier Wohlstand, in anderen Teilen der Welt steht es für Sanftmut und Geduld.

©Stein 2 - 2
©Stein 2 - 1

Der Hirsch mit seiner “Krone”

Zitat von Marie Ebner - Eschenbach:

“Nenne dich nicht arm, weil Deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat.

Stein 3    “Stein der Lüneburger Heide”

©Stein 3 - 1
©Stein 3 - 2
©Stein 3 - 0

Hier spiegelt sich die Lüneburger Heide wieder, mit Schafen und Hirten, mit Bauernhöfen  und Wäldern, mit ihren Vögeln und Fischen, die über der Bauernkrone das Glück symbolisieren. Das Schaf, eines der ältesten Haustieren des Menschen musste stets von Hirten be- schützt werden. Der Hund, der älteste Begleiter des Menschen, steht hauptsächlich für Treue und Wachsamkeit. Auch der Hahn ist mit po- sitiven Symbolen belegt, er jage Dämonen aus der Gegend. Das Pferd erscheint in der Mythologie als Vertreter für Kraft und Vitalität.

Stein 4    “Stein des Sonnengottes”

©Stein 4 - 2
©Stein 4 - 1
©Stein 4 - 0

Der Stein des Sonnengottes ist Träger der Kraft der Sonne. Nicht nur in der christlichen Welt wird die Sonne als Unsterblichkeit und der Auferstehung dargestellt. In vielen Religionen verbindet man die Sonne mit dem Gott im Himmel. In der traditionellen Symbolik herrscht der Sonnengott über Könige und über die Position der Menschen der Welt. Die grüne Sonne steht hier für Freiheit, Schönheit und Gesundheit, Sanftmut und Hoffnung.

Stein 5    “Stein des Gesanges”

©Stein 5 - 1
©Stein 5 - 2
©Stein 5 - 0

Geht man im Herbst durch den Wald, hört man den Gesang des Windes in den Bäumen und das musikalische Spiel der Blätter. Ein Spa- ziergang einer Symphonie und der Gesang der Seele vereint sich mit dem Lied der Wälder.

Stein 6    “Stein des Elefanten”

©Stein 6 - 1
©Stein 6 - 2
©Stein 6 - 0

Wegen seines hohen Lebensalter gilt der Elefant als Symbol für den Sieg über den Tod. Im Stein verkörpert er die innere Härte. Die Ga- zelle gibt ihm neben der Einsicht auch Nahrung. Der Elefant gilt in der Mythologie als Beschützer der Medizinmänner. Aber auch der Leo- pard wird als Beschützer der Seelen angesehen. Gerade der Leopard wird in frühchristlichen Texten als der freundlichste aller Tiere gesehen.

Stein 7    “Stein der Musik”

©Stein 7 - 0
©Stein 7 - 1
©Stein 7 - 3
©Stein 7 - 4
©Stein 7 - 2

Links:

         Details vom Stein Nr. 5

 

Die Musik heilt, tröstet und gibt auch Kraft. Sie hilft uns, Sorgen und Probleme leichter zu bewältigen.

Der Baum “Yggdrasil”, die immergrünende Weltesche steht für Geborgenheit, ja auch für Sicherheit.

Die symbolische Bedeutung der Eule steht in der Steinskulptur als Wesen mit nach- denklichem Charakter.

Stein 8    “Stein der Botschaft”

©Stein 8 - 0

Die heilige Hildegard von Bingen schrieb in ihrem Naturkundebuch, dass die Vögel die Kraft der klugen Reden des Menschen symbolisieren.

Wie die Vögel grosse Höhen erreichen, werden auch Seele und Denkvermögen erhöht und erweitert.

Hier im Stein vermittelt der Vogel die Verbindung zwischen Menschen aus aller Welt.

Der Vogel ist der Botschafter des Friedens und fördert Freundschaft und Verständigung zwischen den Völkern.

©Stein 8 - 1
©Stein 8 - 2
©Stein 8 - 3

Folgende Zitate stehen auf der einen Seite des Steins (links):

“Der Mensch ist das Mass aller Dinge”

 

“Viel Gewaltiges lebt doch gewaltiger nichts als der als der Mensch”

 

“Willst du die anderen verstehen, blick in dein eigenes Herz”

 

“Gott hat den Menschen geschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war, danach hat er auf weitere Experimente verzichtet”

Stein 9    “Stein der Fische”

©Stein 9 - 0

Da die Fische in der Tiefe des Wassers liegen, verkörpern sie in der Tiefen- psychologie das Unterbewusstsein.

Einerseits schenkt uns das Wasser Leben, andererseits erinnert es an den Untergang.

Viele Religionen verbinden Fische mit den Göttinnen der Liebe und der Fruchtbarkeit.

Der Karpfen verkörpert mit seinem Talent, gegen den Strom zu schwimmen, Stärke und Geduld.

©Stein 9 - 1
©Stein 9 - 3
©Stein 9 - 2

Auf der einen Seite des Steines steht ein Zitat von Martin Luther King, was mich schon immer begeistert hat.

 

Zitat:

Wir haben gelernt wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen, doch wir haben verlernt wie Brüder zu leben.

 

Dieses Zitat von Martin Luther Kind hat in der heutigen Zeit fast noch mehr Bedeu- tung als in der Zeit, als er es aussprach.

Stein 10-11-12   “Steingruppe der 3 Einigkeiten

Freiheit - Glück - Stärke”

©Stein 10 - 11 - 12- 1
©Stein 10-11-12- 0
©Stein 11 - 2
©Stein 11 - 1
©Stein 11 - 3

Der gelbe Stein  “Der Stein der Freiheit”

Die katzenartige ägyptische Göttin Bastet ging aus einer Löwin hervor. Sie leitet den Gedanken der Freiheit.

©Stein 10 - 1
©Stein 10 - 2 ©Stein 10 - 3

Der blaue Stein  “Der Stein des Glücks”

Die Fisch symbolisieren unser Unterbewusstsein und sollen uns das Gefühl des Glücks geben.

©Stein 12 - 3
©Stein 12 - 1
©Stein 12 - 2

Der rote Stein “Der Stein der inneren Steine”

Der Löwe, als Symbol von Stärke und Macht, steht oft als Schutz vor Eingängen. Dem Löwen werden übersinnliche Kräfte nachgesagt. Der Pfau, ein heiliger Vogel, dem kosmische Kräfte zugesprochen werden, verkörpert in der Mythologie Sonne und Mond. In anderen Kulturen symbolisieren die Augen auf dem Gefieder des Pfaus das Allwissen Gottes.

Stein 13   “Stein der Apfelgöttin”

©Stein 13 - 0
©Stein 13 - 2

Der  Name der isländischen Göttin des Apfelbaumes ist “Iduna”

In der nordischen Vorgeschichte gilt “Iduna” aber auch als Göttin der Liebe. In den keltischen Sagen spricht man von “Avalon”, dem Land des Apfels und der überirdischen Le- bensfreude.

“Iduna” ist unsterblich, wie der Vogel “Phönix”, der eine wich- tige Rolle in der Symbolik spielt. Sein Name wird vom feuer begleitet und bedeutet “rot”

Stein 14   “Stein des kosmischen Pferdes”

©Stein 14 - 2
©Stein 14 - 1
©Stein 14 - 0

Vitalität und Kraft wird durch das Pferd verkörpert. Ursprünglich wurde das Pferd als gefährlich eingestuft und daher dem Reich der Toten zu geordnet. Wegen seiner Schnelligkeit und der Fähigkeit hohe Hürden zu überwinden, wurde das Pferd später zum Symbol der Sonne er- hoben und bewegt seitdem den Kosmos.

Die Kirchen schreiben dem Pferd Hochmut zu, zugleich ist es ein Sinnbild des Sieges. Die Taube, das Symbol der Friedensbewegung wur- de aufgrund ihres starken Instinktes ale Brieftaube genutzt. Hier im Stein bewegen sich Pferd und Taube in der kosmischen Welt.

Stein 15   “Stein des Paradieses”

©Stein 15 - 0
©Stein 15 - 3
©Stein 15 - 1
©Stein 15 - 2

Das Paradie “ein Garten” von dem man schon in Urzeiten zu erzählen wusste existiert nach der Symbolwelt unseres Lebens.

Der Stein erzählt von der Begegnung zweier Menschen deren Freundschaft ewig erhalten bleiben soll.

Die Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beisst, steht hier im Stein für die Wiedergeburt und die Ewigkeit. Sie umgibt das Paar, um dessen Freundschaft zu schützen und in diesem Bewusstsein  das Paradies hervorzurufen.

Stein 16   “Stein der Liebenden”

©Stein 16 - 0

Schon im Mittelalter war das rote Herz von Romantik und Liebesgedichten umgeben.

In unserer westlichen Kultur gilt es noch immer als das Symbol der Liebe.

In frühen ägyptischen Schriften wird das Herz als Sitz des Wissens, der Weisheit sowie der Vernunft. Aber auch der Wille und die Gefühle sind hier zu Hause.

Bei den Azteken lebte die Seele im Herzen.

Das Herz auf dem Stein ist vom Schicksal gezeichnet und daher nicht perfekt ge- zeichnet.

Der Vogel im Herzen fordert uns auf, in der Liebe grosszügig zu sein, einander Respekt und Freiheit zu gewähren.

©Stein 16 - 1
©Stein 16 - 3
©Stein 16 - 2

Folgende Zitate stehen auf dem Stein (oben)

“Die Liebe ist der Triumph der Einbildungs- kraft über die Intelligenz”

“Die Liebe ist der Versuch der Natur, den Verstand aus dem Weg zu räumen”

©Stein 16 - 4

Stein 17   “Stein der Weisheit”

©Stein 17 - 0

An diesem Stein soll uns die Möglichkeit gegeben werden, im Alltag eine Pause einzulegen. Hier sollte man etwas in sich gehen.

Der weise Schamane hilft uns, zu sich selbst zu finden.

Die auf dem Stein abgebildeten Tiere besitzen s eine symbolische Funktion:

©Stein 17 - 2 ©Stein 17 - 1

Unten: Szenen aus dem Stein

©Stein 17 - 3
©Stein 17 - 5
©Stein 17 - 4

Der Dinosaurier zeugt von der Urzeit unseres Lebens. Der Papagei ist ein Sinnbild für das Paradies. Sein Schnabel wurde und wird häufig auf Amuletten dargestellt, um böse Geister zu vertreiben. Der Löwe als Sinnbild für Mut und Stärke wacht über Alles. Auch der fisch als Zeichen für Wohlstand und Glück ist zu sehen, ebenfalls der Hirsch, der an unsere Milde und Geduld appellieren soll.

Stein 18 - 21  “Die Steinsessel des Feuers, des Wassers, der Erde, der Luft.”

©Stein 19
©Stein 20
©Stein 21 ©Stein 18

Vier Steinsessel - die vier Elemente.

Diese Steinsessel verkörpern die vier Elemente, denen Farben und Himmelsrichtungen zugeordnet werden.

Hier in der Gesellschaft mit dem Stein der Weisheit symbolisiert der gelbe Sessel “Feuer”, der blaue “Wasser”, der grüne “Erde” und der rote “Luft”. Die sesse bieten Gelegenheit zur Ruhe und meditativen Reisen

 

Fazit unseres Weges entlang der Steine.

Es war ein Erlebnis, doch man sollte, bevor man die Steine betrachtet einmal nachgelesen haben, welche Bedeutungen die Steine mit ihren Abbildungen haben. Genau das werden wir machen und dann den Weg noch einmal gehen und uns hierbei sehr viel Zeit lassen.

Dieser Weg der Steine bietet die Gelegenheit, wenn auch nur für einen Augenblick, in eine andere Welt einzutauchen.

Zur  Startseite                                  Zur Navigation